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Meine Mutter stammt aus dem Spessart, genauer gesagt aus Oberbessenbach (“Bessemich”) bei Aschaffenburg. In der Aschaffenburger Gegend gibt es übrigens häufig den Namen Aulbach.
In der Kriegs- und Nachkriegszeit fuhr meine Mutter relativ oft mit mir mit dem Zug dort hin - bei Kriegsende sogar mit dem Fahrrad. Sie hatte noch etliche Verwandte und Freundinnen - und besaß darüber hinaus auch ein paar Äcker und eine ‘Hecke’. Für mich war dieses Bessemich eine Art Kindheits-Sehnsucht. Ich war sehr gerne dort.
Ich kann mich an den Spessart als Kind gut erinnern: z.B. an die Heidelbeeren im Hochwald, an einen langen sonnigen Weg am Bach entlang zum Gretchen nach Leidersbach und in der Abenddämmerung zurück: die Rehe im Wald. An die Chaussee (“Schossée”) nach Würzburg, wenn sich ab und zu an einem trägen Hochsommertag ein Lastauto hinter Bessemich langsam den Berg hochquälte (und dann in der Ferne einen neuen Gang einlegte). An den gelben Postbus nach Würzburg, das für uns Kinder unendlich weit entfernt schien.
Ich erinnere mich lebendig mit deutlichen Szenen an die bekanntermaßen eigensinnige Tante Anna, die noch im Geburtshaus ihr Wohnrecht nutzte, weil sie ledig war, an meinen Cousin Walter mit seinem wunderschönen Spielautobus (oder war es ein Rot-Kreuz-Auto?) mit richtig aufklappbaren Heckklappen und Seitentüren (war nicht die Motorschnauze auch noch aufklappbar?), mit Scheinwerfern und Gummirädern, an seine freundliche Mutter Amanda, an meinen herzlichen Cousin Adam und seine Schwester, meine liebenswerte Cousine Amanda und deren fröhliche Mutter Kettchen. An Onkel Franz in Grünmorsbach, der mir Geschichte beibrachte (“Im Jahre 9 um 9 Uhr 9 - Schlacht im Teutoburger Wald. Kannst du dir das merke?”), seine gutmütige Frau Gretchen und an ihr hübsches Töchterchen, meine Cousine Inge.
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